Wer?

 

Volker Linder

Den Dingen auf den Grund gehen…

Ein Philosoph im 21. Jahrhundert. Was ist das? Was soll das? Und gibt es das überhaupt? Meine Antwort ist ein Experiment namens Leben. Ich wollte schon immer wissen, was hinter all den vermeintlichen “Fakten” steckt, hinter Namen, Vorstellungen und Dogmen über die Welt und das Leben. Den Dingen auf den Grund gehen. Auch wenn die gute alte “Wahrheit” heutzutage nur noch in Anführungszeichen stehen darf – der Impuls, ihr ein gutes Stückchen näher zu kommen, ist und bleibt meine treibende Kraft als Philosoph und Yogalehrer.

Aufgewachsen in Baden-Württemberg und Bayern, musste ich nach Abitur, Zivildienst und Weltreise unbedingt Philosophie studieren. Bis heute bildet mein Studium in Köln und Berlin das Fundament für mein Wissen über die Welt und vor allem über die Menschen. Die Antworten, Ideen und Irrwege der großen Philosoph(inn)en sind heute nützliches Rüstzeug in meinen Beratungen.

Wozu Philosophie?

Dass so ein Studium allerdings Grenzen hat, wurde mir schnell klar. Die akademische Philosophie kämpft ähnlich wie die Kirche mit Befindlichkeiten, unversöhnlichen Schulen und Richtungen, versucht verzweifelt, irgendwie nützlich zu sein. Die Folgen der Spezialisierung und Differenzierung sind leider eine Abkehr von dem, was Philosophie ursprünglich war und nach meinem Verständnis heute auch immer mehr wieder wird und werden muss: Eine Wahrheitssuche, deren Energien nicht in irgendwelchen Grabenkämpfen verpuffen, sondern auf das Leben ausgerichtet sind und im besten Fall eben dieses Leben besser, lebenswerter und klarer machen. Wenn es nicht um unsere individuelle und kollektive Existenz geht, wozu dann Philosophie?

Der Weg nach dem Studium führte für mich 2005 deshalb raus aus der (allerdings wunderschönen) Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden – und hinein ins Berufsleben. Nach einigen Monaten als Dramaturgieassistent an der Berliner Volksbühne bei Dr. Carl Hegemann habe ich mich wieder in meiner alten bayerischen Heimat angesiedelt und beim Ingolstädter Donaukurier das journalistische Handwerk gelernt. Nach dem Abschluss der Ausbildung zum Redakteur habe ich mich erfolgreich selbständig gemacht und für die Augsburger Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung und verschiedene Firmen gearbeitet. Doch irgendwann wurde der Wunsch nach tiefergehenden Themen und der unmittelbaren Arbeit mit Menschen wieder stark. Mein aktuelles Coaching-Angebot und meine Arbeit als Yogalehrer sind meine Antwort auf die Herausforderung, philosophisches und heilendes Wissen für das Leben fruchtbar zu machen. Meine derzeitige Ausbildung zum systemischen Coach am Systemisches Institut Karlsruhe schließe ich vorraussichtlich im kommenden Jahr ab.

Philosophie, Yoga und mehr…

Das Praxis-Defizit der westlichen Philosophie hat mich in der Zwischenzeit auch zu den östlichen Wurzeln des Wissens geführt: Die Dinge zu durchschauen und zu verstehen, ist für sich schon viel wert, reicht aber nicht aus. Wenn ich etwas verstehe oder nach eingehender Prüfung für richtig halte, was kommt dann? Meiner Überzeugung nach ist es nicht damit getan, einen Text zwischen zwei Buchdeckel zu pressen oder zu posten. Im Gegenteil: Mit dem Wissen beginnt die Arbeit, die Verantwortung, der Auftrag. Ich muss das, was ich glaube, verstanden zu haben, in der Praxis testen. Dieser Praxistest heißt für mich zwischenmenschlicher Alltag, Meditation und Yoga. Meine Vision und Mission ist es, die westliche Philosophie mit der östlichen Weisheitstradition zusammenzubringen und für die Menschen von heute nutzbar zu machen.